Verkaufen ist keine bloße Verteilung von Gütern. Es ist eine hohe Kunst mit einem holistischen Anforderungsprofil. Mag der Ruf des Verkäufers auch nicht der beste sein, so ist seine Tätigkeit dennoch essentiell für jede funktionierende Marktwirtschaft. Was es dabei zu beachten gibt, um gerade in Zeiten eines überfüllten Marktes erfolgreich zu sein, verrät Ihnen der nachfolgende informative Überblick (im ersten Teil):

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte bemüht sich unsere Spezies in der effektiven und gewinnbringenden Umverteilung von Gütern. Was mit dem Tauschhandel in steinzeitlicher Vorzeit begann und auf den mittelalterlichen Marktplätzen einen ersten Peak erreichte, wird seit der Nachkriegszeit zunehmend schwieriger. Grund dafür ist, dass der Werbemarkt heute in einer Art und Weise umkämpft ist, wie nie zuvor. Wohin Sie sich in der Öffentlichkeit auch wenden, das neueste Produkt eines beliebigen Herstellers lächelt Ihnen bestimmt gerade in Hochglanzformat zu.

Verkaufen ist nicht Verteilen.

Doch diese regelrechte Überflutung mit Informationen ist keineswegs ein Grund den Kopf in den Sand zu stecken und den Verkäuferberuf an den Nagel zu hängen oder ihn gar nicht erst anzustreben. Vielmehr bietet Ihnen der überflutete Markt gerade erst ihre verkäuferliche Existenzberechtigung.

Ein idealer Markt ist der Anfang vom Ende des Verkäufers.

Stellen Sie sich dazu ganz einfach vor, was passieren würde, wenn es einen idealen Markt gäbe. Der Kunde würde kontinuierlich ein Produkt brauchen. Außerdem hätte er selbstverständlich ausreichend Geld, um dieses zu erwerben. Kurzfristig würde das Geschäft brummen. Doch mittel- bis langfristig würden mehr und mehr Anbieter auf den Markt drängen. Die Preise würden sinken und damit die Provision der Verkäufer, da der Produzent nur noch auf bloße menschliche Verteiler angewiesen wäre.

Hat ein Produkt eine kaum zu befriedigende Nachfrage, so sinkt die Verkäuferprovision.

Wirkliches Verkaufen fängt somit dort an, wo der Kunde noch keine Kaufintention hat oder unentschlossen ist. Hier beginnt die hohe Kunst des Verkäufers. Diese beinhaltet selbstverständlich nicht dem Kunden „Dreck in Dosen“ zu verkaufen, sondern ihm genau das zu offerieren, was er wirklich benötigt – worauf er aber vielleicht bisher noch nicht aufmerksam geworden ist.

Wirklich verkaufen heißt, einem Kunden, den man noch nicht hat, etwas zu verkaufen, das dieser noch nicht wollte.

Der Verkäufer kann sich so noch mit Hochachtung im Spiegel betrachten. Gleichzeitig wird eine profitable, langfristige  und auf Seriosität fussende Verbindung zum Kunden aufgebaut, von der beide Parteien  dauerhaft profitieren.

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