Archiv für Februar 2012

Mit dieser Frage beschäftigt sich unter anderem die positive Psychologie. Zahlreiche Forschungsarbeiten in diesem Bereich haben gezeigt, dass es bewährte Methoden gibt, um Glücksgefühle hervorzurufen und um Wohlbefinden und Zufriedenheit zu steigern. Eine Methode ist das imaginieren des idealen Selbst. Dabei stellt man sich vor, wie man zum Beispiel in zehn Jahren wäre und leben würde, wenn alles nach Wunsch liefe. Eine zweite Methode besteht darin, Dankbarkeit gegenüber Personen (oder auch allgemein) auszudrücken, zum Beispiel in Form eines Briefs (den man abschicken kann, aber nicht muss).

Um herauszufinden, unter welchen Bedingungen diese beiden Methoden am meisten Erfolg versprechen, baten amerikanische Psychologen um Sonia Lyubomirsky von der University of California 355 Probanden, acht Wochen lang einmal pro Woche 15 Minuten lang Methode eins oder zwei auszuführen beziehungsweise die Aktivitäten der letzten Woche aufzuschreiben (Kontrollgruppe). Wie sich zeigte, fühlten sich die Untersuchungsgruppen nicht nur direkt nach der Intervention, sondern auch noch sechs Monate später signifikant glücklicher als die Kontrollgruppe. ,,Der Wille, glücklicher zu werden, genügte allein jedoch nicht“, so die Wissenschaftler. Erfolgreich und langfristig glücklicher wurde nur, wer bereit war, sich dafür anzustrengen, wer durchhielt und wer die Methoden richtig anwandte. Glück lässt sich also tatsächlich erarbeiten — aber nur mit Willen, Methode und Anstrengung!
Sonja Lyubomirsky et al.: Becoming happier takes both a will and a proper way. Emotion, 2/2011, 391-402

Kommentar:
Glück machen, kommt also sicher wieder von manus – die Hand. Denken alleine, oder einmla die große Idee und Kopf und eben nichts machen, kommt nicht sicher z7um Erfolg. EInmal pro Woche das gewünschte Ziel handschriftlich schreiben und das zwei Monate lang, dann klappt´s auch mit den Zielen.

Warum pflücken Menschen wohl einen Glücksklee? Weil alleine das Anschauen nicht ausreicht, erst das Anfassen verbindet fühlbar mit dem Glück.

Noch vor einigen Jahrzehnten glaubten Mediziner, dass das Leben erst mit der Geburt wirklich beginnt und das Neugeborene erst nach der Geburt Empfindungen und sinnliche Wahrnehmung hat. Heute wissen wir, die Welt der Sinne beginnt viel früher.

Schon in der Embryonalzeit, also vor der 8. Schwangerschaftswoche ist das Kind ständig in Bewegung und es kann auch schon mit den Fingerchen greifen. Mit zunehmender Ausbildung seiner Hände und Füße wird es aktiver und vertreibt sich die „Langeweile“. Immer wieder sieht man bei Ultraschall-Untersuchungen Kinder, die sich an den Fußen spielen oder Daumen lutschen.

Der Fötus lebt quasi schwerelos im Fruchtwasser, könnte man meinen. Doch wahrscheinlich kann er registrieren, ob seine Mutter sitzt, geht, steht oder liegt. Sein Innenohr, und damit das Gleichgewichtsorgan, ist in der Mitte der Schwangerschaft bereits ausgebildet.

Ab dem 4. Monat kann das Kind auch hören. Von himmlischem Frieden kann nicht im Geringsten die Rede sein. Laut geht es zu im Mutterleib. Das Herz der Mutter schlägt und dröhnt, das Kind sitzt unmittelbar darunter. Das Blut fließt durch die Nabelschnur und verursacht Strömungsgeräusche wie eine WC-Spülung. Direkt nebenan arbeitet Mamas Darm. Na ja, einen knurrenden Magen hört man meterweit. Aber selbst wenn man ihn von außen nicht hört, drinnen macht die Verdauung höllisch Lärm.

Vielleicht ist das ein Grund, dass Babys nach der Geburt im Auto gut schlafen können. Es ist der gewohnte Geräuschpegel. Die mütterliche Stimme hört das Kind über die körperliche Weiterleitung der Schallwellen recht gut, wenn man davon absieht, wie hoch der Lärmpegel im Mutterleib ist. Geräusche von außen oder die Stimme des Vaters kommen nur noch sehr gedämpft an. Auch wenn sich nach der Geburt alles anders anhört, die Modulation der Stimmen oder sogar von der Mutter häufig gehörte Musik kann das Kind möglicherweise wiedererkennen.

Der Geruchssinn entsteht auch im 4.Monat und damit auch der Geschmackssinn. Geschmack ist zu 70% Geruch. Der Fötus nimmt über das Fruchtwasser wahr. Geschmacksstoffe aus dem Essen der Mutter sollen in das Fruchtwasser gelangen, von dem der Fötus trinkt. Das Fruchtwasser scheidet er übrigens auch wieder aus. Aus Tierversuchen weiß man, dass Kaninchen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit Wacholder gefüttert wurden, diese Pflanze später besonders gerne fressen. Was daran wahr ist, sei dahingestellt. Es scheint aber auch später so zu sein, dass das kindliche Wohl- oder Missbefinden sehr von der Nahrungsaufnahme der stillenden Mutter abhängig ist. Bislang nicht untersuchte Aromastoffe im Blut, im Fruchtwasser oder in der Muttermilch mögen hier eine Rolle spielen.

Die Augen entstehen bereits früh können aber erst ab dem 8. Monat hell und dunkel wahrnehmen, also auch Licht, das wegen der mütterlichen Durchblutung rot durch die Bauchdecke schimmert.

Das Kind empfindet auch Kälte, Wärme und Schmerzen. Bei mütterlichem Fieber, steigert es genau wie die Mutter die Herzfrequenz. Bei einer Fruchtwasserpunktion schrecken die Kinder vor der Punktionskanüle zurück, wenn sie in ihren Bewegungen zufällig die Spitze treffen.

Das Reich der Sinne ist vielfältig im Mutterleib. Wir sollten deshalb nicht vergessen, dass die meisten körperlichen Reaktionen nicht durch äußere Reize ausgelöst werden. Sie werden vielmehr bestimmt durch Überträgerstoffe, Hormone und Schadstoffe. Das Kind reagiert wie die Mutter und wird entsprechend geprägt. Zuviel mütterlicher Stress führt zu kindlichem Stress. Mütterliches Rauchen macht Kinder vermehrt zu Rauchern und die Kinder von alkoholkranken Müttern sind meist erheblich unterentwickelt und neigen später dazu wiederum Alkoholiker zu werden.

Das Reich der Sinne beginnt vor der Geburt.

Ein wunderbarer und (lebens)wichtiger Artikel in „Medizin populär“

Und wer steckt dahinter? Dr. Martin Grunwald, er ist der führende Wissenschaftler in Deutschland mit internationaler Reputation zur Haptik. Er hat in diesem Artikel sehr genau begründet, warum der Mensch die Berührung braucht, um gesund zu bleiben, körperlich wie auch emotional. Dringende Bitte – unbedingt aufmerksam lesen.

http://www.medizinpopulaer.at/tags/details/article/kuscheltier-mensch.html

Endlich wird die Haptik offiziell

Seit über 15 Jahren forscht die Autoindustrie an der Haptik, aber offiziell hört man selten was. Hier ist ein sehr guter Bericht über Gerhard Mauter, der seit mindestens 10 Jahren Ingenieur zum Anfassen bei Audi ist.
http://www.rp-online.de/auto/news/haptik-damit-sich-ein-audi-anfuehlt-wie-ein-audi-1.1620583

Audi ist bei der Haptik sehr stark, jetzt wird klar warum.

Bei der Recherche haben wir auch ein Dokument aus 2001 gefunden.

http://www.haptische-verkaufshilfen.de/-365.html

unter  Haptik / presseportal_entwicklung-zum-anfassen-fingerspitzengefuehl-fuer_311448

Das ist einer meiner ältesten Lernsätze: Bewegung schafft Aufmerksamkeit.

Mercedes hat das genial umgesetzt mit den Gurtschlössern im Fond. Bewegung und Beleuchtung einfach und toll.

Und es wird so sein, die Anschnall-Quote wird sich erhöhen und es macht sogar noch Freude.

Schönes Beispiel für Haptik und für 5 Sinne verkaufen mehr.