Archiv für Januar 2012


Comune senso – der Gemeinsinn wurde schon im 18. Jahrhundert benannt. Im Englischen lebt der Begriff als common sense weiter. Und doch steht die Forschung um den Synergie-Effekt der 5 Sinne erst am Anfang.

Es ist schon verrückt, dass wir wahrscheinlich mehr über den Mond wissen, als über unsere Sinne und leider ganz besonders unterbelichtet ist und bleibt hoffentlich NICHT der Tastsinn.

weiterlesen… unter dem Ordner „5 Sinne“ – „5 Sinne Forschung“

Worte machen Eindruck. Doch auch das Fühlen kann BLEIBENDEN EINDRUCK hinterlassen. Haptik ist ein wichtiger Botschafter für Marken- und Unternehmenswerte.

Hier schreibt der Autor Reinhold Rehberger über die Wertigkeit der Haptik in der Marken- und Unternehmenswelt.

Hier finden Sie den Artikel unter dem Ordner Haptik mit der Überschrift „Wertigkeit wird Fühlbar“

Ein unangekündigtes Kitzeln mit einem Grashalm im Nacken oder die grobe Kille-Kille-Attacke auf dem Sofa bringt andere zum Lachen. Kitzeln ist schrecklich und schön zugleich. Forscher haben dem Gehirn beim Kreischen zugesehen. Warum wir uns nicht selbst kitzeln können und was der Sinn des Kontrollverlustes ist, konnte so geklärt werden.

Die Londoner Forscherin Sarah Blakemore erforschte diese Frage mit moderner Technologie. Sie nahm die Hirnaktivität von Probanden, die gekitzelt wurden oder sich selbst kitzelten, mit Hilfe eines funktionellen Magnetresonanztomografen (fMRT) auf. Auch ein Kitzelroboter wurde eingesetzt.  weiterlesen…

Buch-Tipp:

Das Buch beschäftigt sich sehr kurzweilig und unterhaltsam mit den unauffälligen Körper-Phänomänen.

Warum kauen wir beim Denken?
http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/gesundheit/phaenomene-des-menschlichen-koerpers-16101356.bild.html

Hier zum Buch-Tipp: http://www.haptische-verkaufshilfen.de/service/medientipps-33.html Haut+Körper+Berührung

Wir gehen wie selbstverständlich davon aus, dass unsere Sinneswahrnehmungen über getrennte, unabhängige Kanäle einlaufen und verarbeitet werden. Doch dem ist nicht so: Beispielsweise kann das Hören das Schmecken beeinflussen, und das erst recht, wenn es sich bei der Audiokulisse um Musik handelt, wie Adrian North von der Heriot-Watt University im schottischen Edinburgh berichtet.

Der Psychologe testete die Geschmacksempfindungen von 250 Studenten, als sie entweder einen roten Wein (Cabernet) oder einen weißen (Chardonnay) verkosteten. Jeweils 25 der Probanden probierten die Weine entweder ohne Hintergrundgeräusch oder mussten sich dabei von unterschiedlicher Musik berieseln lassen. Die vier gebotenen Stücke waren in einem Vorversuch von anderen Probanden als ,,mächtig und schwer“ eingeschätzt worden, als ,,subtil und raffiniert“, als ,,schwungvoll und erfrischend“ und als ,,milde und sanft“. Fünf Minuten durften die Teilnehmer ihre Weine testen; dann wurden sie gefragt, ob sie ihren Cabernet oder Chardonnay als mächtig und schwer, subtil und raffiniert, schwungvoll und erfrischend oder milde und sanft einschätzten. Ergebnis: Das Urteil der meisten Probanden wurde von der Musik bestimmt, Sie maßen demselben Wein die Eigenschaften der jeweils gehörten Musik zu. Wer beispielsweise die Carmina Burana auf den Ohren hatte, beurteilte seinen Wein als mächtig und schwer. ,,Die Musik ließ den Wein unterschiedlich schmecken“, präzisiert North, ,,sie ließ ihn aber nicht besser schmecken?

In früheren Versuchen hatte der Wissenschaftler bereits entdeckt, dass Menschen etwa vorzugsweise französischen Wein kaufen, wenn französische Musik im Hintergrund läuft.

Psychologie Heute 02/2012

Adrian North: The effect of background music on the taste of wine. British Journal of Psychology. Early Online, DOI: lO.l1li/i.2044—8Z95.20li.O2072.

KWS-Fazit: Ich hoffe es dauert nicht mehr lange, bis der Synegie-Effekt der Sinne von Jedem erkannt worden ist.

Das Jahr 2012 fängt toll an. 5 Sinne verkaufen mehr, bekommt immer mehr geistige Väter.

Ich danke allen, die mir gestern und heute den folgenden Artikel empfohlen haben.

Ich glaube, wenn Sie diesen Artikel lesen, kann jeder ganz schnell erkennen, dass die gezielte Nutzung des Tastsinns der größte aktuelle Hebel für enorme Umsatzsprünge ist.

Fazit: Kunden wollen nicht hören, Kunden wollen begreifen!

Hier der Artikel:

http://www.harvardbusinessmanager.de/meinungen/artikel/a-805110.html